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Guten Impfappetit!

Guten Impfappetit!

Gibt es so wie heuer mal `ne echte Krise,
besuchen die Politiker sofort ihre Studiowiese,
wo man mähen, blöken, muhen, grasen kann,
den anderen erweisen sich als strammer Mann!

Jetzt heißt es für sie, ohne tiefer zu studieren,
sich täglich neu’ ins Rampenlicht platzieren;-
dort allen einzuflößen, was darüber denken
& mit aufgeblasenem Ich die Völker lenken.

Das machen sie gescheit beredet recht und gut,
auch wenn sie so dem Volk bescheren Wut,
weil es nicht will auf jeden Spaß verzichten,
willig Zwangsaskese leisten (?) nein, mitnichten!

Die Politiker jedoch drehen sich nun weise,
unkritisch gegenüber sich selbst im Kreise,
als Gewählte müssen sie ja alles besser kennen
als ihre Schafe, die da ins Verderben rennen.

So gegenwärtig, wo sie die Alten zügig impfen
und die Jungen zornig lassen weiter schimpfen,
fahren sie ihr Staatsgewaltsmonopol aus
machen damit jeder Anti-Demo den Garaus!

Aber warum nicht Junge impfen, vor den Alten,
damit dieselben geziemter sich verhalten?
Die Alten haben ja alles schon genossen
auf ihren jüngeren Lebensleitersprossen!

Sitzen geduldiger & stoischer in Quarantänen
als die Jungen, die sich darin betrogen wähnen.
Ja, wie dem auch immer ist, wie dem auch sei:
„Der Knatsch beginnt erst bei der Impferei!“

Knatsch ums Verteilen, Knatsch ums Buchen,
Knatsch um die das Impfen schon verfluchen.
Überall endlos Knatsch, das freut die Presse,
die darauf haut verdaut den Knatsch uns in die
Fresse!

Guten Impfappetit! Mahlzeit ! 29.01.21/go

Die Natur schlägt zurück…Mea culpa?

Die Natur schlägt zurück…Mea culpa?

Wehrt die Natur sich echt zu Recht
gegen den Frevel vom Menschengeschlecht; –
so sind ihre Viren die tüchtigen Waffen,
die die Verteidigung mühelos schaffen?
Angriffig spitzig und keineswegs zahm,
legen sie im Nu unsere Misswirtschaft lahm; –
verseuchen nicht nur Muslime und Christen,
auch gleich alle andern Bewegungsaktivisten,
die übereifrig Abgas und Abfall verbreiten
und so der Natur bescheren grausige Zeiten.

Ja, jetzt wehrt sich die Natur und zeigt es allen,
dass sie an unserem Tun findet keinen Gefallen.
Sie lähmt unser Streben nach mehr und mehr
gegen den Fortschritt und Raubbau rundum,
denn die Natur ist nicht töricht und dumm,
weiß weise gekonnt sich schlaustens zu wehren
und die Gesellschaft eines Besseren zu lehren.
Denn gegen des Menschen Umweltverschulden
will sie sich jetzt nicht mehr länger gedulden!

Kann man/frau es der Natur denn verübeln,
wenn sie jetzt Pech gießt aus all ihren Kübeln,
eine Seuche verbreitet mit riesiger Kelle?
Wir täten wohl das gleiche an ihrer Stelle!
Mutter Erde agonisiert im Endzeitenkampf
und macht ihren fahrlässigen Feinden Dampf,
sie zwingend, ihr Verhalten zu alternieren
und demütig über sich selbst zu sinnieren.
So kann und darf es doch nicht weiter gehen,
kann das denn nicht ein Jeder verstehen?

Gogo
Dreikönigstag 2021

Die Tollen wollen nicht

Manchmal gibt es ausser laut zu lachen
in einem Sachverhalt nichts mehr zu machen.
Wenn Gegebenheiten sind total verbockt
und in Menschen starr die Meinung hockt
es gäbe ausserhalb von ihrer kleinen streitigen Existenz
weder Sommer, Winter, Herbst noch Lenz!

Nur nach dem grossen Lachen kann hienieden
Platz entstehn für einen Hauch von Frieden…
(den die Tollen partout nicht wollen!)
01/03/13go

Poetischer Furz

Nicht nur Profis, nein, auch Laien
erfreuen sich an Reimereien
und in allen Volkskulturen
hinterlassen diese Spuren

Wenn jemand irgendwas berichtet
und zum Reim zusammendichtet
sind die Ohren allseits offen
weil sie Pointen sich erhoffen

Doch öfters mündet eine Dichtung
langweilig in die falsche Richtung
und das in ihr erhoffte Lachen
ins Elend und sich Sorgen machen

28/2/13go

Liebe Freunde, Verwandte und Bekannte!

Gogo_zurueckKlammheimlich, ohne Poesie und Worte
bin ich zurückgekehrt zum Heimatsorte
hab alles vorgefunden wie es vorher war
die Stadt, die Leute, meine Lieblingsbar

Ein bisschen noch verloren in den Gassen
noch nicht aufgelegt zum frohen Spassen
treib‘ ich herum mich Schnauf um Schnauf
und gehe in Erinnerungen fröhlich auf

Die alte Welt nimmt mich von neu in Bann
ich werde für sie tun was ich noch kann
versuchen, statt zu fühlen mich verloren
frei zu improvisieren ganz wie neu geboren

Gogo der Herumstreuner!

 

Konserven

Es gauklet und schauklet    Es gauklet und schauklet
Le Piaf    Le Piaf
Mer schlänglet sich so dure    Mer schlänglet sich so dure
Fric cha-cha    Fric cha-cha
s’vorletscht Loch    s’vorletscht Loch
Zebrastreife    Zebrastreife
Les popolitichiens    Les popolitichiens
Journée de pluie    Journée de pluie
uf däre Chugle    uf däre Chugle
de Spatz    de Spatz
je me faufile    je me faufile
Appel des guinguettes    Appel-des-guinguettes
mis Gwäggimüüsli    mis Gwäggimüüsli
Au fil des jours    Au fil des jours
s’Pändeljöhrli (Neujahrslied)    s’Pändeljöhrli
Sur cette boule    Sur cette boule

Synopsis Mickrig und Üppig

Jeder Mensch als eigne Welt spielt in der Welt der Welten
seine Rolle, seinen Weg, Ideen, Glauben, die für ihn gelten
In diesem Stück sehe ich in allen spielenden Personen
üppige und mickrige Wesen, die in Gegensätzen wohnen
Ich nehme die Gedanken und stelle sie in Kontexträume
in denen sie erzählen Taten, Wünsche, Glauben, Träume
ihre Weltsicht, Kritiken, Philosophien so wie Kommentare
auf dem Lebenswege zwischen Wiege und der Bahre
So beginnt mit dem Urmickrigen und Urüppigen im Dialog
vorgestellt vom Erzähler ein immenser Reimesmonolog
Demofreunde, Stammtischfreunde, Mitesser und ecetera
Politiker, Soldaten, Eltern, Techniker, alle sind sie da
und erzählen dem geneigten Publikum aus ihrer Warte
was sie mickrig oder üppig finden drin in einer Sparte
manchmal fröhlich, oft aber sarkastisch und verbittert
dort wo sich offen hintergründig Ungerechtes wittert
Bedacht darauf, dass alle drin zum Worte kommen
versucht der Schreiber hierin unvoreingenommen
mitunter nicht bewertend Sachverhalte zu beschreiben
die mit ihrer Grausamkeit im Halse stecken bleiben
und das Gemüt wird durch Tätlichkeiten aufgewiegelt
wo ein Teil der bösen Welt sich drin im Texte spiegelt
Die Gesellschaft wird in ihrer Multikultivielgestalt
beschrieben mit Humor und kunterbunter Wortgewalt.

Das Stück ist in der Versemenge so bemessen
dass man in einer Abendvorstellung es kann essen
In der Mitte gibt es eine gute Viertelstunde Pause
genug um was zu trinken oder gar für eine Brause.
Danach folgen nochmals viele gewiefte Neugedanken
die Festgemachtes frech gelöst bringen ins Wanken
bis die Moral am Schluss erkennt in der Geschichte
dass Mickriges und Üppiges lebt nicht nur im Gedichte
2. Februar 2013, Gogo Fisler

Speed-Biographie

Gogo Fisler: Versuch einer Kurzbiographie im Alter von 75 Jahren.

Zirka mit 6 Jahren die ersten Klavierexperimente und Stunden. Freude am Spiel und Gesang. Mit ca 12 Jahren erste eigenen Lieder und Stücke für mehrere „Pfadfinderelternabende“ . Nach 9 Schuljahren Reisebüro-KV-Lehre und Tanzmusik mit „Arizona Kids-Quartett“, Nummern und Auftritte für und mit Cabaret „Keiderbügel“ bis zum Lehrabschluss. Mit 20 Unterbruch der musischen Aktivitäten zwecks Weiterbildung: Zwei Jahre Reisebüroarbeiten in Genf, ½ Jahr London, 2 Jahre Tunesien, Vertiefung der sprachlichen und kulturellen Kenntnisse, Reiseleitungen auf Touristenwindjammer im Mittelmeer, dann Büroarbeit in Zürich bis in den Sommer 1970, 25-jährig, Meditationszeit mit Tätigkeit in diversen Berufen (Maurer- und Malerhandlanger; Postgehilfe, Werbeassistent, Packer, Lebensmittelverkäufer etc) im Tessin, Graubünden und Zürich. Weiterschrift und Veröffentlichung des „Dialogs“. Mitschwimmen und Mitbegründen in der damals subkulturellen Bewegung „Lädelilade“, „Kuriositäten-Markt und -Arena“ im Zürcher Niederdorf, Niederschrift von und Mitwirken in theatralmusikalischen Strassenspektakel „Tatimor“, „Donna Rossetta“, „Ingenieur Krüsi“ für die jährlichen grossen Martinimarkte, Auftritte als Blitzdichter auf den Märkten, sowie in Radio- und Fernseh („Oder“, „Karrussell“)-Sendungen. Veröffentlichung einer ersten Langspielplatte mit Dialektliedern, Halbtagestätigkeit bei Reisekuoni. 1975, 30-jährig, Mitanimation und -wirkung in Playbackshows und Tanz- und Unterhaltungsmusik in Hammam Sousse, Feriendorf El Kantaoui, Tunesien. Nach Rückkehr Marktchef und Animationsaktionen im Rosenhof Zürich. Divergenzen und Abtritt. Temporäre Tätigkeit als Malergehilfe und Ausbau einer neuen Tanzmusikformation („Trio Zwiderwurz“). Wiederum Halbtagestätigkeit bei Reisekuoni, Nachmittägliche Kurzhospitanz (2 Monate) am Schweizer Fernsehen (Abt. Folklore) und als deren Abschlussarbeit Kreation eines Kurzfilmzusammenschnitts mit individueller Vertonung  „durch Wald und Fäld“. Mitwirkung als roter Eigenliedersängerfaden in einem Fernsehfilm über das Zürcher Niederdorf. Barkenfahrten als Gondoliere-Troubadour auf dem Zürcher Schanzengraben. Nach Abgang c/o Reisebüro Kuoni,  1981-1988 interessanter Weg über Adia Interim zu neuem langjährigen Engagement c/o ASCOP, Aerial Surveys and Computer Photogrammetry Ltd als Alleinsekretär in Glattbrugg. Mitorganisieren bei photogrammetrischer Kartierung und Entwicklungsprojekten in West- und Südostafrika als Schwerpunkt, in einem multinationalen, vielsprachigen Ingenieurteam fühlte ich mich fast 7 Jahre lang mehrsprachig gefordert und glücklich ausgelastet und wäre dort wahrscheinlich nie weggegangen, wenn nicht die Rezession in Westafrika den  Betrieb reduziert hätte. Ueber die Wochenende viele Musikaufträge resp. -tritte mit zuerst „Trio Zwiderwurz“, dann „Les Nostalgiques“ rundeten die Bürotätigkeit ab, auch schrieb und komponierte ich weiter, wenn auch auf Sparflamme. Familiengründung. Mittlerweile wurde ich 43 Jahre alt. Ab 1988 bis 1996 hauptberuflicher Weg in neuer Pensionskasse im Sozialversicherungsbereich, ca 80% und Tanz- und Unterhaltungsmusik mit „Les Nostalgiques“ und „Pas Mal“. 3-malige Organisation bunter „Januarlochabende“ in Zürich. Nach Konzertreise durch Venezuela mit Les Nostalgiques, Erlernen einer vierten Sprache (Spanisch). Ab 1997, Versuch einer eigenständigen künstlerischen Entwicklung. Kreation von „Spruchkatzen“ und Verkauf derselben auf dem Kuriositätenmarkt, Entwicklung von „Sgraffito-Miniaturen“ und Zurschaustellung derselben in Engadiner Boutiquen. Ueberraschende Aussicht auf mögliche Position als Pianist in Schönauers ambulanten Broadway-Variété-Attraktionstheater. Erfolgreiche und betriedigende Mitwirkung als Begleit- und Tafelmusikant, Dichter, Songschreiber und Komponist in mehreren Schauprogrammen 1998-2011 (14 Jahre 7-Mt-Tourneen mit je ca 125 Vorstellungen). Kontinuierlicher Ausbau eines internationalen Barpianistenrepertoires. Herausgabe eines Liederbuches anlässlich 60er Geburtstag. Erlernen des Portugiesischen. Ab 2012 und bis auf weiteres freiberufliche Tätigkeit je nach Anfragen, Lust und Laune und Bedarf als Musikant und Texter. Instrumente: Digitalpiano und Akkordeon. 2013-2016 spontanes Schreiben von kurzen Stücken und Liedern: Mickrig und Üppig, Dialektliederkranz „zrugg zu de Wurzle“, Bänkelstücken „der Freier Ferdinand“ und „Kuno, der Eiferer (noch unveröffentlicht)“. Kontinuierlicher Versuch loszulassen und lange Reisen durch den Balkan, türkische Mittelmeerküste und Lesvos. Beginn der Niederschrift vom poetisch-musikalischen Bummel durch den „Maulaffen-Zoo“. Performances desselben als Bänkelgeschichte mit Bebilderungen von Fredl Hofmann in Basel und Zürich. Entstehung von neuen Liedern während den Reisen, sowie Publizierung einer Sammlung der zwischendurch vergangene Jahre gedichteten Gratulationsverse in einem Büchlein (NOEL-Verlag). Darbietungen der Lieder und Lesungen der Gedichte sowie Intonierungen der altneuen Bänkeloperette Donna Rosetta mit Helgen von Fredl in drei Schweizer Städten. Einspielen von „Gogo Fisler intoniert 13 schräge Weisen“ vor der Covid-19-Quarantäne und nachquarantänig Konzerttätigkeit mit polyglottem Repertoire.          Januar 2021